Exkursion Dachau

Am 8. Januar sind alle neunten Klassen des Max-Planck-Gymnasiums zur Gedenkstätte des Dachauer Konzentrationslagers gefahren. Dachau war das erste KZ, das unter dem NS-Regime gebaut wurde. Zunächst diente es als Gefängnis für politische Gefangene. Nach der Reichspogromnacht wurden alle Arten von Menschen inhaftiert. Die Klassen fuhren um 7.45 Uhr los und kamen nach einer zweiein-halbstündigen Fahrt an. Dort angekommen folgte für jede Klasse ein eigener Rundgang durch einen dort arbeitenden Referenten, der zahlreiche Informationen erzählte. Zuerst gingen wir auf den Appell-platz. Dort mussten früher die Häftlinge stundenlang “Straffstehen”. Dies geschah zum Beispiel dann, wenn ein Häftling geflohen war und die Gefangenen so lange stehen mussten, bis der Geflohene gefangen wurde. Gerade im Winter hat man eine Vorstellung bekommen, wie es den Häftlingen ergangen sein muss. Als Nächstes ging es in die nachgebildeten Baracken. Die Betten dort wurden immer kleiner, um mehr Menschen auf weniger Platz unterzubringen. Anfangs hatte jeder ein Bett für sich alleine, doch zum Ende hingegen mussten bis zu vier Menschen in einem Bett schlafen. Daraufhin ging es zu den Gaskammern und Krematorien, wo man Leichen verbrannte. Während die Gaskammern nie benutzt wurden, waren die Krematorien ständig in Betrieb, da es aufgrund von Überanstrengung, Krankheiten und Erschießungen viele Tote gab, rund 40.000 um genau zu sein. In der Nähe der Gaskammern sind nachträglich eine evangelische und eine katholische Kirche sowie eine Synagoge und eine russisch-orthodoxe Kirche erbaut worden. Nach der Führung sahen wir auch einen Film, welcher viele Originalaufnahmen enthielt. Der Film sagte viel über die Umstände und das Leben aus. Nach dem der Rundgang fertig war, hatte man noch Zeit, sich auf dem Gelände der Gedenkstätte frei zu bewegen, um sich zum Beispiel die Ausstellung genauer anzuschauen. Diese war voller Tafeln mit Informationen über das Leben und die Regeln im KZ. Außerdem gab es Überbleibsel der Insassen wie gravierte Uhren, Instrumente, Fotos und Gedichte, die heute wichtige historische Quellen dar-stellen. Auch die original Häftlingskleidung und zahlreiche Karteikarten der Häftlinge waren ausge-stellt. Um 15 Uhr ging es dann wieder los und nach einer weiteren zweieinhalbstündigen Fahrt kamen alle wieder gesund zuhause an.

Rahul Khanna (9a)